Wer war eigentlich...

...Helene Schweitzer?

Die junge Helene Schweitzer

Helene Schweitzer in jungen Jahren. Foto: Wikimedia Commons

„Schweitzer? Den Namen kenne ich doch irgendwo her. Hat die Person was mit dem bekannten Albert Schweitzer zu tun?“ – Diese Frage stellen sich viele und richtig, hinter ihrem Mann gerät Helene Schweitzer-Bresslau oft in Vergessenheit. Doch nicht weniger bedeutend ist ihre Arbeit für das Spital in Lambaréné. Eine Kämpferin, die zeigt, dass hinter jedem berühmten Mann eine starke Frau steht. Täglich gedenken wir Helene Schweitzer, denn unsere Einrichtung in Steinheim ist nach ihr benannt.

Helene Schweitzer – ein Multitalent: Lehrerin, Krankenpflegerin und -schwester, Waisenhaus-Inspektorin sowie eine der ersten Frauen die Vorlesungen in Kunstgeschichte an der Universität Straßburg besuchte. Ein selbstaufopfernde Frau, die ihr Leben dem Aufbau und der Unterstützung des Spitals in Lambaréné widmete.

Als Tochter des Historikers Harry Bresslau und seiner Frau Caroline, geborene Isay, wurde Helene am 25. Januar 1879 in Berlin geboren. Die wichtigsten Jahre ihrer Jugend verbrachte sie aber in Straßburg. Entgegen den Sitten der damaligen Zeit durfte die junge Professorentochter einen Beruf erlernen. Sie arbeitete als Lehrerin in England und unternahm später eine große Reise durch Russland. Ihr Interesse galt schon früh den sozialen Themen: Sie machte eine Weiterbildung zur Krankenpflegerin und wurde im Jahr 1905 zur Waisenhaus-Inspektorin der Stadt Straßburg.

Lebenstraum Spital Lambaréné

Ihren Mann Albert lernte sie bereits 1898 bei einer Hochzeit kennen. Sie wurde zu seiner Helferin und als der Wunsch aufkam, in Afrika medizinische Hilfe zu leisten, studierte Albert Medizin und Helene machte eine Ausbildung zur Krankenschwester, um ihn zu begleiten. 1912 heiratete das Paar und erbaute 1913 das berühmte Spital in Lambaréné – das Lebenswerk des Ehepaars Schweitzer. Für ihren Traum musste Helene viel kämpfen: Sie überlebte zwei Weltkriege und überstand zusammen mit ihrem Mann von 1917 bis 1922 eine Gefangenschaft in Frankreich. Aufgrund der schlechten Haftbedingungen erkrankte Helene an einer schweren Tuberkulose. Doch die Erkrankung hinderte sie nicht daran, ihrem Ehemann beim Wiederaufbau des Spitals in Lambaréné und der Sammlung von Spenden zu helfen. Ihr schlechter Gesundheitszustand und die Geburt ihrer Tochter Rhena, verhinderten ihre Rückkehr nach Afrika. Helene stellte ihre eigenen Wünsche zurück und ließ Albert allein nach Afrika zurückkehren.

Nach acht Jahren konnte Helene die Tuberkulose besiegen. Sie begleitete ihren Mann zu Vorträgen auf der ganzen Welt und machte bis zu ihrem Tod am 1. Juni 1957 Werbung für das Spital. Ihre Asche wurde in Lambaréné beigesetzt.

Angebote im Helene-Schweitzer-Haus

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