Tapetenwechsel

Einen langen Spaziergang machen, sich im Theater oder beim Lesen in fantastische Welten mitnehmen lassen: Viele kennen das Bedürfnis, mal abzuschalten und eine Pause vom Alltag zu machen.

Das Ev. Johanneswerk möchte den Menschen, die in seinen Einrichtungen der Altenhilfe und Behindertenhilfe wohnen, Ausflüge zur Bereicherung des Alltags anbieten. Ein ‚Tapetenwechsel‘ tut nicht nur kurzfristig der Seele gut, sondern hinterlässt Eindrücke, die lange nachwirken und wieder abgerufen werden können.

Mobile Bewohnerinnen und Bewohner starten zu Ausflügen oder Kurz-Urlauben – sei es ein Tagesausflug in den Zoo, eine Busfahrt in die nahe Stadt oder eine Reise ins Umland. Diejenigen, die nicht mehr die notwendige Mobilität haben, können an ‚Ausflügen im Kopf‘ teilnehmen: Mittels Bildern, Erzählungen, kulinarischen Angeboten oder auch Besuchen von Künstlern verreisen sie in Gedanken. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind geistige Anregungen wichtig, um die räumlichen Grenzen des Alltags zu überwinden.

 

Was können Sie tun?

Nicht alle Angebote des Johanneswerks, die für ein anregendes und erfülltes Leben in den Pflege- und Wohneinrichtungen wünschenswert sind, werden von öffentlicher Seite ausreichend gefördert. Daher bitten wir Sie herzlich: Helfen Sie uns mit Ihrer Spende, um den Menschen vielfältige Angebote und einen abwechslungsreichen Alltag zu ermöglichen.

Gemeinsam Helfen

Schenken Sie Freude!Ihre Spende sorgt für Abwechslung im Alltag unserer Einrichtungen.

Unsere Aktionen

Wir stellen Ihnen jeden Monat eine besondere Aktion vor, die in einer Einrichtung stattgefunden hat. Lesen Sie selbst, welche abwechslungsreichen Ideen vor Ort umgesetzt wurden, um den Bewohnerinnen und Bewohnern einen Tapetenwechsel zu ermöglichen.

Januar

Der Zirkus kommt zu Besuch

Wenn wir nicht zum Zirkus kommen, kommt der Zirkus zu uns! Artisten und Tiertrainer der Familie Tränkler sind gern im Ludwig-Steil-Haus zu Gast und präsentieren einen Ausschnitt aus ihrem Programm. So wird der größte Raum der Einrichtung zur Manege für die Künstler des Zirkus Verona. Ob Jonglage oder Tiernummer, die Zuschauer hatten Spaß und sparten nicht mit Applaus! Zirkusluft schnuppern im tristen Wintermonat Januar – das war ein besonderes Erlebnis.

Februar

Kuscheliges Fell kraulen

Fine und Otto, die Kaninchen, erkunden hoppelnd das Foyer des Albert-Schweitzer-Hauses, vier zahme Hühner spazieren hinterher. Max und Moritz, die Meerschweinchen sind nur am Grünzeug interessiert. Das Federvieh beobachten, kuscheliges Fell kraulen:  Daniela Rogers, Fachkraft für tiergestützte Therapie, die die ungewöhnlichen Besucher mitgebracht hat, braucht kaum Gesprächsanstöße geben. Erinnerungen werden wach, man kommt miteinander ins Plaudern.

März

City-Ausflug: Schauen und Erinnern

Der große Transporter des Theodor-Fliedner-Heimes fährt vor – es geht in die Dortmunder Innenstadt. Schon auf der Fahrt gibt es viel zu Schauen: Wo geht’s jetzt lang? Was stand denn früher an dieser Straße? Ziel der Gruppe von Bewohnerinnen, Angehörigen und Begleiterinnen aus dem Haus ist das Museum für Kunst und Kultur, das nicht nur Gemälde und Skulpturen, sondern auch Möbel und Kunsthandwerkliches präsentiert. Im Museums-Café klingt  ein anregender Ausflug aus.

April

Aktivität statt Langeweile

Ein gutes Mittel gegen die Langeweile: Aktivität. Die Werkstattgruppe im Käthe-Kollwitz-Haus hat Boards gefertigt, die dementen Bewohner mit Bewegungsdrang Abwechslung bieten. Die Gegenstände wurden gespendet, das Trägermaterial im Baumarkt erstanden. Da gibt es einiges zum Drehen, Drücken, Stecken, Auf- oder Abzuschließen – kurzum: es lässt sich viel ausprobieren und die Hände sind gefordert. Die Boards sind so gebaut, dass sie gut zu transportieren sind.