Drei Altenhilfe-Einrichtungen zeigen Herz für Honigbienen

Kost und Logis sind inbegriffen

Zwei Männer mit Honiggläsern

Haustechniker Frank Schürmann (links) und Imker Thomas Springer probieren den ersten Stiftshonig. Foto: Johanneswerk/ Mike-Dennis Müller

Bielefeld/Dortmund/Iserlohn. Wenn man das Ohr ganz dicht an die Außenwand des Holzkastens presst, kann man es deutlich hören. Drinnen summt und brummt es – ein Bienenvolk bei der Arbeit. Acht Bienenstöcke stehen im Garten am Dorothee-Sölle-Hauses, die ‚Untermieter‘ sind bei emsig dabei, Pollen zu sammeln und Honig in die Waben einzubauen.

Unter den Insekten ist die Biene eine Sympathieträgerin, sicher auch verstärkt durch die bekannte Kinderbuch-Figur ‚Biene Maja‘. Viele schätzen den Honig in den Tee oder auf dem Frühstücksbrötchen. Dass Umwelteinflüsse den Honigproduzenten  und Bestäubern von Obstblüten die Nahrungsgrundlage entziehen, wird vielen Menschen immer deutlicher. Deshalb wächst der Wunsch, die Bienen zu unterstützen.

'Arbeitsplatz' Blumenwiese

Hobbyimker Thomas Springer ist froh über den neuen Standort seiner Bienen auf dem großen Johannesstift-Gelände in Bielefeld. Sie fühlen sich dort wohl, wie der Fachmann beim Blick in die Beute – so der Fachbegriff für die Bienen-Behausung – erkennt. Auch die Qualität des Stifts-Honigs lässt nichts zu wünschen übrig.
Das Umfeld bietet einiges an Nahrungsquellen und Haustechniker Frank Schürmann hat rund ums Dorothee-Sölle-Haus mit gezieltem Ausbringen von Blumensamen weitere Flächen in bunte Blütenteppiche verwandelt; der ideale ‚Arbeitsplatz‘ für die Bienen.

Interessierten Mitarbeitern und Bewohnern der Altenhilfe-Einrichtung steht Imker Thomas Springer gern Rede und Antwort. Da kann er vieles erklären und auch Vorbehalte entkräften. „Die Züchtungen, die wir als Imker halten, sind sehr verträgliche Arten, ohne Aggressions-Potential.“  Er selbst nähert sich seinen Völkern ohne Hut und Schutzschleier und trägt auch selten Handschuhe.

Seine Verhaltenstipps sind klar formuliert:  Beim Umgang mit Bienen Ruhe bewahren und  keinesfalls nach ihnen schlagen. Beim Beobachten eines Bienenstocks seitlich stehen und nicht vor dem Einflug-Loch. Aber wenn man doch einmal gestochen wird? Da hilft ein altes Hausmittel: eine frisch aufgeschnittene rohe Zwiebel über den Stich reiben.

Bewusstsein für Nachhaltigkeit

In der Gartenanlage des Theodor-Fliedner-Heims in Dortmund stehen die Bienenstöcke etwas versteckt in einer großen Holzkiste. Wenn die Kinder der benachbarten Kita Möhrenbande mit Dennis Knöppel, Erzieher und Imker in Personalunion, den geflügelten ‚Nachbarinnen‘ einen Besuch abstatten, gibt es immer etwas zu entdecken. An viele Arbeiten der Imkerei werden sie – altersgerecht – herangeführt. Auch Altenheim-Bewohner spazieren gern in diesen Gartenbereich,  und beobachten nicht nur die Bienen, sondern gern die Möhrenbande-Kinder in ihrem Forscherdrang.

Einen pädagogischen Ansatz verfolgen auch die Mitarbeiter  des kirchlichen Sozialzentrums in Iserlohn. Im Tersteegen-Haus fanden sie die Partner für ihr Bienen-Projekt. Regelmäßig kommen Kinder im Schulalter zur Altenhilfe-Einrichtung, um die Bienen und ihre Honigproduktion zu verfolgen.  Ängste abbauen, ein spannendes Feld der Biologie erleben, Bewusstsein für Nachhaltigkeit fördern – da schwingt vieles mit. Und die Hausbewohner haben auch Gelegenheit dabei zu sein, etwas über die Honigbienen zu erfahren und den Kindern zuzuschauen.

Einrichtungen mit Honigbienen

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