Infoabende in Recklinghausen und Herne am 18. und 23. August

Neuer Qualifizierungskurs für Hospizbegleiter

Hospizbegleiterin Petra Siegmann-Sauer mit Hund Lilly im Kontakt mit einer Bewohnerin. Fotos: Christoph Mihm

Hospizbegleiterin Petra Siegmann-Sauer im Kontakt mit einer Bewohnerin und Hund Lilly. Foto: Christoph Mihm

Recklinghausen/Herne (JW). „So etwas könnte ich nicht.“ Diese Äußerung hört der ehrenamtliche Wegbegleiter Bernd Spiekermann immer wieder, wenn er in seinem Bekanntenkreis von seinem Ehrenamt in der Hospizarbeit im Karl-Pawlowski-Altenzentrum erzählt. Insbesondere Männer geben ihm eine solche Rückmeldung. Bernd Spiekermann begleitet seit dem letzten Jahr Bewohnerinnen und Bewohner des Altenzentrums in ihrer letzten Lebensphase. Dieses Ehrenamt wird dort „Wegbegleitung“ genannt. Er selbst habe keine Angst vor dem Tod, sagt er. Er habe seine Ehefrau in ihrer letzten Lebensphase begleitet und sei auch in seinem beruflichen Leben immer wieder mit dem Tod konfrontiert gewesen.
 

Niemand soll alleine sterben müssen

Petra Siegmann-Sauer, die das Ehrenamt gleichzeitig mit ihm begonnen hat, möchte dass niemand alleine sterben muss, wenn er es nicht will. Auch sie wurde in ihrem Leben schon mit der Endlichkeit konfrontiert. Sie hat ihren Mann im Sterben begleitet und war selbst auch schon schwer krank. Solche Erfahrungen haben offensichtlich Konsequenzen für das weitere Leben. Für sie gehört das Sterben zum Lauf des Lebens und sie habe da keine Berührungsängste. Die Tage im Leben, auch in der Begleitung der Bewohnerinnen und Bewohner, will sie mit Liebe und Freundlichkeit füllen. Sie freut sich, wenn es ihr gelingt, die besuchten Menschen zum Lächeln zu bringen.

Beide Ehrenamtlichen erleben ihre Aufgabe als ein Geben und Nehmen. Sie begleiten die letzte Lebensphase der Bewohnerinnen und Bewohner, auch mit ihren Schattenseiten. Dabei begegnet ihnen aber auch viel Licht und es entstehen wertvolle Beziehungen.

Neuer Kurs startet im Oktober

Im Oktober 2022 startet nun ein neuer Qualifizierungskurs für dieses Ehrenamt. Vorkenntnisse für die Teilnahme braucht es keine – vorausgesetzt wird lediglich die Bereitschaft, sich mit dem Thema Tod und Sterben auseinanderzusetzen. Der Kurs ist ein gemeinsames Angebot der Hospizarbeit des Ev. Johanneswerks in Recklinghausen und Herne. 

Ein erster unverbindlicher Infoabend findet statt am 18. August 2022 ab 18 Uhr im Karl-Pawlowski-Altenzentrum (Windthorststr. 10 – 19, 45665 Recklinghausen). Ein weiterer Infoabend wird angeboten am 23. August 2022 ab 18 Uhr im Ludwig-Steil-Haus (Hirtenstr. 5 – 7, 44652 Herne). Interessentinnen und Interessenten, können sich schon jetzt bei den Hospizkoordinatoren Christoph Mihm (Recklinghausen, Mobil: 0170-7941375) und Susanne Baumgart (Herne, Mobil: 0170- 3605957) informieren. 

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