Tierbesuche begeistern Senioren im Helene-Schweitzer-Zentrum - Aktion durch Spenden finanziert

Tierisch schön

eine Frau, ein Mann sitzend und eine Frau, die eine Schale mit kleinen Küken in den Händen hält

Wenn Daniela Rodgers (rechts) ins Helene-Schweitzer-Zentrum kommt, dann hat sie tierischen Besuch dabei. Fotos: Maya S. Mangiacapra.

Steinheim. Es herrscht eine Stimmung freudiger Erwartung, gleich soll es soweit sein: Die Bewohner des Helene-Schweitzer-Hauses sitzen bereits im Nachbarschaftszentrum zusammen und warten gespannt auf die illustren Gäste, die heute zu Besuch kommen werden. Dann öffnet sich die Tür und eine Heidschnucke gesellt sich zufrieden kauend in die lachende und aufgeregt erzählende Runde.

„Wir hatten früher eine Ziege“, stellt eine Seniorin heraus und berichtet lebhaft aus alten Zeiten. „Wir hatten immer Hühner und Kaninchen“, entgegnet ihre Sitznachbarin. Eine aktive Stunde des Staunens, Freuens und Sicherinnern hat begonnen. Der Schafbock mit dem Namen Heiko ist nicht der erste Vierbeiner, mit dem Daniela Rodgers in die Pflegeeinrichtung kommt. Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner, Enten und afrikanische Riesenschnecken konnten die Senioren zuvor bereits bestaunen.

Die Heilpraktikerin und Fachkraft für tiergestützte Therapie bringt jedes Mal andere Tiere und viel Anschauungsmaterial mit. Somit ist nicht nur für heiteren Gesprächsstoff gesorgt, sondern auch das Streicheln und Füttern ist möglich und erweckt bei vielen ein Gefühl der Nähe und Wärme.
„Ich werde oft gefragt, ob die Tiere Tricks können, so wie im Zoo oder Zirkus. Das ist nicht so. Meine Tiere sind nicht dressiert und machen immer ganz ihrer Natur entsprechend, was sie können und möchten“, beschreibt Daniela Rodgers ihre Arbeit. Als grundlegendes Motto für ihre tiergestützte Therapiearbeit zitiert sie Marc Twain: „Tiere sind die besten Freunde. Sie stellen keine Fragen und kritisieren nicht.“

Positive Begegnungen

Die tiergestützte Intervention ist seit Mitte des Jahres ein zusätzliches Angebot im Helene-Schweitzer-Zentrum und hat eine positive Wirkung auf die teilnehmenden Senioren. Die Besuche finden einmal im Monat statt und konnten durch Spenden finanziert werden. „Der Kontakt mit den Tieren ist für alle, aber besonders für unsere dementiell veränderten Bewohner etwas sehr Schönes und Erweckendes. Bewohner, die sonst immer müde und in sich gekehrt sind, werden plötzlich hellwach und aktiv. Ihre Körperhaltung und ihr Blick verändern sich. Worte scheint es nicht zu brauchen, damit man einander versteht“, beschreibt Maya. S. Mangiacapra ihre Beobachtungen während der Tierbesuche. Auf die nächsten Besuche und die Antwort auf die Frage welches Tier dann wohl ins Haus spaziert, freuen sich Mitarbeiter und Bewohner gleichermaßen.

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