Neue Hospizbegleiter starten ehrenamtlich in sechs Bielefelder Altenheimen und in der privaten Häuslichkeit

Sterbende zu begleiten heißt zuzuhören

Hospizkoordinatorin Eva Blomeier (l.) und Pastor Stefan Berk (5. v. l.) beglückwünschen die neuen Hospizbegleiter Anke Woecorek, Ali Gün, Ursula Pietsch, Malina Sander, Sabine Mardmöller, Dalaly Richter und Anna Scheilke

Zertifikatsübergabe: Hospizkoordinatorin Eva Blomeier (l.) und Pastor Stefan Berk (5. v. l.) beglückwünschen die neuen Hospizbegleiter Anke Woecorek, Ali Gün, Ursula Pietsch, Malina Sander, Sabine Mardmöller, Dalaly Richter und Anna Scheilke zur bestandenen Ausbildung. Foto: Johanneswerk/ Barbara Franke

Bielefeld. Sie setzen sich bewusst mit dem Thema Sterblichkeit auseinander, um andere auf ihrem schweren Weg begleiten zu können:  Acht Bielefelder haben ihre Ausbildung zum Hospizbegleiter im Ev. Johanneswerk erfolgreich abgeschlossen und engagieren sich jetzt ehrenamtlich in der Sterbebegleitung. Ihre Einsatzorte: Sechs Pflegeeinrichtungen des diakonischen Trägers und das private Zuhause Betroffener, die über das Palliativnetz Bielefeld vermittelt werden.
 
Ein dreiviertel Jahr lang hatten sich die Kursteilnehmer vorbereitet, trafen sich wöchentlich und stiegen intensiv in die Thematik von Tod und Sterben, aber auch die eigene Vergänglichkeit ein – etwas, das einige anfangs an persönliche Grenzen führte. „Unser eigenes Ende ist selten ein Thema, das auf den Tisch kommt, wenn man abends gemütlich mit Freunden zusammensitzt“, erläutert erklärt Hospizkoordinatorin Eva Blomeier, die den Kurs leitet und nun die Zertifikate an die neuen Hospizbegleiter übergab. Doch es sei wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, um Verständnis für die Gedanken und Bedürfnisse Sterbender zu entwickeln.

"Sterben soll kein Tabuthema sein"

Das übergreifende Thema Tod und Sterben hingegen war für die meisten Teilnehmer nicht gänzlich neu. Sie alle hätten persönliche Geschichten mitgebracht, durch die sie schon mit dem Tod in Berührung gekommen seien, so Blomeier. Das habe viele motiviert, überhaupt in die Hospizarbeit einzusteigen. So auch Ali Gün. „Ich finde die Vorstellung, einsam zu sterben, schrecklich“, sagt der Ehrenämtler. Das könne er einfach nicht zulassen, deshalb sei er hier. Und Hospizbegleiterin Sabine Mardmöller ergänzt: „Sterben sollte einfach kein Tabuthema mehr sein. Dafür kann ich jetzt etwas tun.“

Innerhalb der Ausbildung lernten die Teilnehmer, worauf es in der Hospizarbeit besonders ankommt: Nähe anbieten, zuhören, einfach da sein. „Das ist die Essenz dessen, was Sterbebegleitung ausmacht“, betont Eva Blomeier in ihrer Abschlussrede an die neuen Hospizbegleiter. Es sei ein besonderes Ehrenamt, für das sich ihre Kursteilnehmer entschieden hätten. Die Wegbegleitung sei schwer und leicht zugleich. „Sie kostet Kraft und ist gleichzeitig ungemein bereichernd. Ihr werdet sehen, was für ein Geschenk das sein kann.“

Nächster Vorbereitungskurs

Der nächste Vorbereitungskurs für ehrenamtliche Hospizbegleiter startet im August. Vorab findet am 22. Juni ein offener Infoabend statt. Los geht’s um 18 Uhr im Haus Daheim auf dem Stiftsgelände des Ev. Johanneswerks an der Schildescher Str. 101.  Anmeldungen nimmt Hospizkoordinatorin Eva Blomeier unter Tel. 05 21 801 2661 oder per E-Mail an eva.blomeier​@johanneswerk.de entgegen.

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Haben wir Ihr Interesse geweckt? Können Sie sich vorstellen, in unserem Projekt Wegbegleitung in Bielefeld ehrenamtlich mitzuarbeiten? Dann nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf:

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