Fachseminar für Altenpflege: Elke Rohs folgt auf Inge Vormann

Schulleitung in neue Hände gelegt

Zwei Frauen mit Brille, die in die Kamera gucken

Inge Vormann (l.) geht nach 46 Jahren Tätigkeit im Johanneswerk in den Ruhestand und hat die Leitung der Ausbildungsstätte im Johanneswerk an Elke Rohs übergeben. Foto: Johanneswerk/Barbara Franke

Bielefeld. Wechsel im Johanneswerk-Fachseminar: Die Schule für den Altenpflege-Nachwuchs wird künftig von Diplom-Pflegepädagogin Elke Rohs geleitet. Sie hat zum 1. April die Stelle von Inge Vormann übernommen, die 16 Jahre an der Spitze des heute elfköpfigen Fachseminar-Teams stand und jetzt in den Ruhestand gegangen ist.

Die Berufswege der scheidenden Schulleiterin und ihre Nachfolgerin weisen Parallelen auf. Beide starteten mit einer Krankenpflege-Ausbildung und sammelten vielfältige Praxis-Erfahrungen, unter anderem in Kliniken, bevor sie sich für pädagogische Aufgaben weiterbildeten und später auch Verantwortung in Schulleitungen übernahmen.  

Neue Ausbildungs-Vorgaben

Das Fachseminar für Altenpflege im Johanneswerk bereitet derzeit jährlich drei Kurse mit bis zu 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf das staatliche Abschlussexamen vor.  Aufgrund der Reform der Pflegeausbildung müssen sich Schulleiterin Elke Rohs und das Kollegium nun – wie alle Kollegen bundesweit – auf die veränderten Vorgaben einer generalistischen Ausbildung einstellen. „Da kommt einiges auf uns alle zu.“ Die diplomierte Pflegepädagogin mit langjähriger Erfahrung in der Schulleitung sieht sich gemeinsam mit ihrem Team gut gerüstet für die künftigen Aufgaben. Lehrerin sein, das bedeutet aus ihrer Sicht nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch zu begleiten und zu fördern.  Und mit Blick auf den Nachwuchs nennt die neue Schulleiterin einen guten Grund, diese Ausbildung zu wählen: „Pflegefachfrau oder Pflegefachmann – das  ist ein Beruf mit Gestaltungsmöglichkeiten.“

Von der Praxis in die Schule

Tausende von Pflegeschülern hat Inge Vormann im Laufe ihres Berufslebens begleitet: als Praxisanleiterin, als Lehrkraft und Bereichsleiterin, seit 2003 als Leiterin des Fachseminars für Altenpflege. Zahlreiche Veränderungen in den Ausbildungsbestimmungen waren umzusetzen, und das Berufsbild selbst wandelte sich. Altenpflegekräfte unterstützen heute verstärkt dabei, dass ältere Menschen selbstbestimmt leben und möglichst lange selbständig bleiben. Andererseits müssen sie sich auf eine steigende Zahl an Hilfebedürftigen einstellen, deren Krankheitsbilder umfangreiche Pflege erfordern. Mit einem bestens aufgestellten Kollegium waren aus Inge Vormanns Sicht die Anforderungen an den Unterricht und die Ausweitung des Fachseminars zu bewältigen.

46 Jahre Tätigkeit im Johanneswerk: Dies ist auch eine Zahl der beruflichen „Bilanz“ von Inge Vormann. Die Krankenpflege-Ausbildung absolvierte sie 1972 bis 1975 im ehemaligen Johanneskrankenhaus (heute Ev. Klinikum Bethel- Standort Johannesstift) und arbeitete dann in der Urologie. Nach einer einjährigen Familienpause kam sie zurück in die Neurologie, wo sie bis 1992 tätig war; zuletzt als Stationsleitung.

16 Jahre in Leitungsfunktion


„Mit den Krankenpflegeschülerinnen und -schülern habe ich immer gern gearbeitet. Und dann entwickelte sich der Wunsch: Ich möchte an die Schule.“ Es folgten Jahre der Weiterbildung, bevor Inge Vormann als Lehrkraft in den schulischen Teil der Ausbildung einstieg. Zunächst lehrte sie an der Krankenpflegeschule (bis 1999), dann nach Zusammenlegung mit der Altenpflegeschule in beiden Fachgebieten. Mit einem berufsbegleitenden Studium der Pflegepädagogik sattelte sie noch einmal drauf und übernahm 2003 die Leitung des Fachseminars für Altenpflege Bielefeld.

Beim Blick zurück weist sie auf die Eigenständigkeit hin, mit der die Schule habe arbeiten können und betont die hohe Professionalität des Kollegiums. Und ganz persönlich fügt Inge Vormann an: „Ich konnte dauerhaft lernen, bis zum letzten Tag.“ Den Ruhestand wird sie nutzen für vielfältige Aktivitäten, bei denen die Familie natürlich eine Rolle spielt. Sie könne sich künftig den Luxus der Selbstbestimmung und der Spontanität leisten. „Und ich freue mich auf den Kaffee im Sitzen – und nicht mehr To-Go.“

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