Jacobi-Haus: Eckart von Hirschhausen zu Gast bei Katharina Menning

Ganz locker im TV-Interview

Eine alte Frau im Interview mit einem Mann, ein Kamera-Team drum herum

Im Fokus der Kameras – Dr. Eckart von Hirschhausen hat Katharina Menning in den Jacobi-Saal begleitet, wo sich die Kegelrunde regelmäßig trifft. Fotos: Sarah Jonek

Bünde. Der junge Mann wollte es genau wissen: Hat Katharina Menning ein Rezept, wie sie so alt – 103 Jahre – geworden und so fit geblieben ist? Die Bewohnerin des Jacobi-Hauses antwortete mit trockenen Humor und ließ sich weder vom Prominenten-Status ihres Besuchers, Dr. Eckart von Hirschhausen (51), noch von dem ihn begleitenden Kamerateam aus der Ruhe bringen.

 

 

  • Die Sendung „Quiz des Menschen“ mit dem Filmbeitrag über Katharina Menning wird am Samstag, 22. September, ab 20.15 Uhr im Programm der ARD Das Erste gesendet.

Einen Tag lang waren die Mitarbeiter der Produktionsfirma, die die ARD-Sendereihe „Quiz des Menschen“ mit Eckart von Hirschhausen herausbringt, in der Einrichtung des Johanneswerks zu Gast, begleiteten die 103-Jährige durch den Alltag. Im Interview mit dem bekannten TV-Moderator und Mediziner von Hirschhausen erzählte sie – amüsiert über so viel Aufmerksamkeit – aus ihrem Leben und ließ ihn auch ins private Fotoalbum schauen. Der prominente Gast plante, in seiner nächsten Quiz-Show einen Einspielfilm zum Thema Alter zu zeigen.

 

 

Beweglichkeit bewahrt

Und wie steht es nun mit einem Rezept fürs Alt-Werden? Das wusste Katharina Menning auch nicht so recht. Aber Nichte Tina Giesen zählte am Rande der Dreharbeiten ein paar Punkte auf: Ihre Tante sei immer beweglich geblieben – körperlich und auch geistig. Bis ins hohe Alter, so verriet Tina Giesen, habe sie Haus und Garten ganz allein in Schuss gehalten. „Zum 90. Geburtstag hat sie von uns eine neue Axt bekommen – damit das Holzhacken fürs Brennholz leichter ging.“ Und fügt dann noch hinzu: „Erschöpft oder müde ist sie eigentlich nie. Einfach beneidenswert!“

Als Katharina Menning vor rund sechs Jahren gesundheitsbedingt doch über einen Umzug nachdenken musste, kam sie aus Bückeburg in den Kreis Herford, nach Bünde, in die Nähe ihrer Verwandten. Im Jacobi-Haus hatte sie sich schnell eingelebt, nutzte von Beginn an das Freizeitangebot und ist mit ihrem Rollator heute noch flott unterwegs.

Begleitet von der Kamera

Das TV-Team durfte auch ihren Start in den Tag filmen: Frisieren, Zähne putzen, Hauptpflege. Und locker absolvierte sie den Ton-Check vor dem Interview mit von
Hirschhausen. Mit dem Einmal-Eins, so bemerkte sie nebenbei, beginne sie das Gehirn-Jogging. Und im Gespräch mit ihrem prominenten Besucher blieb sie dann keine Antwort schuldig. Sie habe nicht geraucht, wenig Alkohol getrunken und sich nicht mit Männern herumgeärgert, gab sie von Hirschhausen zu verstehen. Auf seine Frage, ob sie an ein Leben nach dem Tod glaube, machte sie ihre Skepsis deutlich.

Eckart von Hirschhausen war beeindruckt: „Natürlich spielen auch die Gene eine Rolle, ob man lange fit bleibt. Aber mit einer positiven Lebenseinstellung kann man sich bis in hohe Alter Zufriedenheit bewahren. Und die ist ganz wichtig.“  Das Alter ist auch das Thema, mit dem sich  der Mediziner und Autor in seinem nächsten Buch befasst.

Eine muntere Kaffeerunde

Und beeindruckt war von Hirschhausen auch, als er dann am Nachmittag ein ganz  besonderes Kaffeekränzchen besuchte. Dort traf er auf zehn muntere Damen, die alle die 100 schon überschritten hatten. Der Kreis Herford lädt die ältesten Bürgerinnen und Bürger alljährlich im Sommer zu Kaffee und Kuchen ein. Und diejenigen, die kommen können, haben stets viel Spaß. Den hatte auch der prominente Gast, der ja mit seinen 50 Lebensjahren als „junger Hüpfer“ gelten kann.