Demenzgarten im Haus Stephanus eröffnet

Ein Garten für schöne Augenblicke

Garten mit Rundwegen und Blumenbeeten

Rundwege, Blumen, Kräuter und Sitzecken: Der Demenzgarten im Haus Stephanus lädt zum Bewegen und Verweilen ein.

Hiddenhausen. Bunte Blumen strahlen in der Sonne, die runde Wegführung regt an, sich zu bewegen und die Blumenbeete, zu verweilen. Vor einem Jahr entstand im Haus Stephanus die Idee, den Garten zu verschönern, um draußen mehr Lebensqualität zu schaffen. Vorher bestand dieser nämlich nur aus einem gepflasterten Weg auf einer Rasenfläche. „Das war nicht schön und die Bewohnerinnen und Bewohner waren auch nicht viel draußen“, erzählt Pflegedienstleiter Thomas Schweble. Um das zu ändern, wurde der Garten komplett neu gestaltet.

 

Frei und sicher bewegen

Ein Jahr hat es von der Idee bis zum fertigen Garten gedauert. Um so ein Projekt finanzieren zu können, braucht es Spenden. Mithilfe von Großspenden von Unternehmen und Kleinspenden von Angehörigen konnten 80 Prozent der Kosten getragen werden. „Sobald wir das Geld zusammen hatten, ging die eigentliche Umsetzung ziemlich schnell“, berichtet Schweble. Die kahlen Bäume wurden rausgerissen und damit auch die Wurzeln als Stolperfallen entfernt. Für Menschen mit Demenz ist es wichtig, keine Sackgassen zu haben, an denen sie nicht weiterkommen. Deshalb wurde der neue Weg als Rundlauf angelegt, um immer weitergehen zu können. Dank des ebenerdigen Rundwegs können sich die Bewohnerinnen und Bewohner jetzt frei und sicher im Garten bewegen.

Biografische Gespräche durch Sinnesanreize

Im Alltag werden die Menschen im Haus Stephanus zukünftig durch die Betreuungskräfte mit in die Pflege des Gartens eingebunden. Damit das auch für Menschen im Rollstuhl möglich ist, wurden einige Beete etwas hochgesetzt. Die Blumen und Kräuter in den Hochbeeten animieren zum Verweilen und regen die Sinne an. So können die Menschen mal eine Blüte abzupfen oder an den Kräutern reiben und an ihnen riechen. Das kann zudem als Anknüpfungspunkt für Gespräche mit biografischen Ansätzen genutzt werden, denn viele Bewohnerinnen und Bewohner hatten früher nicht nur einen Garten, sondern haben auch selbst Gemüse und Kräuter angepflanzt.

Rückzugsort im Grünen

Der neue Garten bietet jetzt fünf Sitzflächen – zuvor gab es nur zwei. Die Menschen können sich so besser im Garten verteilen und sich zurückziehen, wenn sie Ruhe brauchen oder Besuch haben. „Gleichzeitig können die Bewohnerinnen und Bewohner aber auch Gemeinschaft erleben, wenn sie das möchten“, sagt Schweble. Doch gerade bei schönem Wetter und Sonnenschein ist es momentan schwierig, lange Zeit im Grünen zu verweilen, denn noch gibt es keine Schattenplätze. Besonders für Menschen mit Demenz kann das gefährlich werden, weil sie es selbst meist nicht bemerken, wenn sie der Sonne und Hitze zu lange ausgesetzt sind. Deshalb besteht im Haus Stephanus der Wunsch nach weiteren finanziellen Mitteln, um den Garten mit Beschattungen auszustatten.

Augenblicke in Bewegung

Durch die Neugestaltung des Gartens ist dieser zu einem Ort geworden, an dem die Bewohnerinnen und Bewohner schöne Augenblicke erleben können. „So viel wie in diesem Jahr waren die Menschen hier noch nie im Garten“, erzählt Thomas Schweble erfreut. Für den Herbst sind zusätzlich Angebote im Rahmen des Projekts Augenblick geplant, um noch mehr Leben nach draußen zu bringen –  sich gemeinsam zu bewegen, geht in einem schönen Garten schließlich besonders gut.

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