Altenbochumer und Märkische Werkstätten schließen sich unter neuem Namen zusammen

Aus Werkstatt wird Studjo

Geschäftsleiter Christoph Pasch (links) und die Beschäftigten der Betriebsstätte Freisenberg freuen sich über den neuen Namen ‚Studjo‘. Foto: Johanneswerk

Bielefeld/Bochum/Märkischer Kreis. Er ist kurz, griffig und einfach modern: der neue, gemeinsame Name der Altenbochumer und der Märkischen Werkstätten. In Zukunft präsentieren sich die Werkstätten im Johanneswerk unter dem Namen ‚Studjo‘ als professioneller Dienstleister und Qualifizierungsanbieter für Menschen mit Beeinträchtigungen.

„Wir haben festgestellt, dass der Begriff ‚Werkstatt‘ stigmatisiert und viele negative Bilder in den Köpfen der Menschen auslöst. Kurz gesagt: Es passte einfach nicht mehr zu uns“, erklärt Christoph Pasch, Geschäftsleiter der Region Behindertenhilfe Arbeit. Das ist aber nicht der einzige Grund für die Veränderung. „Seit 2017 gilt für die gesamte Behindertenhilfe in Deutschland das Bundesteilhabegesetz (BTHG). Dabei geht es vor allem um die Ermöglichung von Teilhabe von Menschen mit Behinderung“, sagt Daniel Schuster, Leiter der Stabsabteilung Behindertenhilfe. Das wirkt sich natürlich auch auf die Bereiche Teilhabe am Arbeitsleben und die berufliche Bildung aus – Veränderungen, für die auch der Name symbolisch und wegweisend steht.

Arbeit und Qualifizierung
Der Prozess der Namensfindung bis hin zum neuen einheitlichen Markenauftritt hat über ein Jahr gedauert. Der neue Name sollte nicht nur den Veränderungen durch das BTHG Rechnung tragen, sondern auch einen Bezug zum Johanneswerk herstellen und eben nichts mehr mit ‚Werkstatt‘ gemein haben – deshalb wurde beim neuen Namen das –io durch das Johanneswerk –jo ersetzt. „Am Anfang hatte ich mit dem neuen Namen ein etwas mulmiges Gefühl, da die Altenbochumer und die Märkischen Werkstätten auf eine lange Geschichte und Tradition zurückblicken. Aber Studjo wurde von Beschäftigten und Mitarbeitenden gleichermaßen positiv aufgenommen“, sagt Christoph Pasch.
Bereits seit 2011 arbeiten beide Werkstätten eng zusammen, haben eine Geschäftsleitung und viele Mitarbeitende, die an beiden Standorten tätig sind. Alle Beschäftigten und Mitarbeitenden des Johanneswerks durften und sollten Namensvorschläge einreichen, viele haben sich beteiligt.

Großer Arbeitgeber
Der erste Eindruck lässt vermuten, dass es sich bei Studjo um ein Atelier oder Sonnenstudio handelt und nicht um einen großen Arbeitgeber für Menschen mit Beeinträchtigung. Durch den Zusatz Arbeit und Qualifizierung wird das allerdings schnell deutlich. Insgesamt arbeiten 1100 Menschen mit Beeinträchtigung in den acht Betriebsstätten in Bochum (Auf der Heide und Dannenbaumstraße) und im Märkischen Kreis (Freisenberg, Kerkhagen, Kierspe, Schalksmühle, Wefelshohl und Werdohl). „Davon sind allerdings zehn Prozent auf ausgelagerten Arbeitsplätzen beim Kunden vor Ort tätig – Tendenz steigend“, erklärt Christoph Pasch.
Mit Hilfe von Werbemaßnahmen wird der neue Name jetzt in Bochum und im Märkischen Kreis kommuniziert. Geschäftsleiter Christoph Pasch erklärt wie: „Wir haben eine bunte Kampagne entwickelt und machen den neuen Namen mit vier Motiven und den Schlagworten Fortschritt, Wachstum, Tatkraft und Vielfalt bekannt.“

Weitere Informationen finden Sie hier:

Christoph Pasch
Geschäftsleiter
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