Schlüsselprojekt

Ob Wohnungsschlüssel, Autoschlüssel oder Büroschlüssel: Für die meisten Menschen ist es selbstverständlich, einen Schlüsselbund in der Tasche zu haben. Nur selten nehmen sie wahr, wie symbolträchtig dieses kleine Stück Metall ist: Ein Schlüssel bedeutet immer auch Selbstbestimmung, Verantwortung und Entscheidungsfreiheit. Deshalb hat das Ev. Johanneswerk ihn Anfang 2016 zum Namensgeber für ein besonderes Projekt gemacht: „Ein Schlüssel für mich. Selbstbestimmt leben.“ ist der Titel, unter dem sich das Werk für Menschen mit Behinderung starkmacht.

Das große Ziel hinter dem Vorhaben ist es, die Bewohnerinnen und Klienten in ihrer Selbstbestimmung zu stärken. Doch für sie ist es häufig noch nicht selbstverständlich, einen – symbolischen oder tatsächlichen – Schlüssel zu besitzen, der ihnen erlaubt, alltägliche Entscheidungen selbst zu treffen. Das kann bedeuten, sich etwas zu essen machen zu können, Wohnungs- oder Zimmertüren auf- und zuzuschließen oder auch die Freizeit nach den persönlichen Wünschen zu gestalten. 

Die Standardlösungen hierfür sind für Menschen mit Einschränkungen oft nicht gut zu nutzen – die individuellen Anpassungen jedoch kostspielig. Ein Mensch etwa, der im Rollstuhl sitzt und im Alltag Unterstützung benötigt, aber selbst kochen kann, braucht eine unterfahrbare Küchenzeile. Flexible technische Assistenzsysteme und zusätzliche Angebote helfen, sprachliche, soziale oder räumliche Barrieren abzubauen. Doch längst nicht alle Angebote, die für den nächsten Schritt notwendig sind, werden von öffentlicher Seite finanziert. Deshalb bittet das Johanneswerk mit seinem „Schlüsselprojekt“ um Spenden.