Mobiles Puppentheater zu Gast im Haus am Ginsterweg

Theater aus der Truhe

Eine Marionetten-Puppe mit blonden Haaren

Das mobile Puppentheater von Gernot Hildebrand gastierte im Haus am Ginsterweg. Foto: Johanneswerk/ Lars Rosner

Castrop-Rauxel. Gernot Hildebrand hat am Donnerstag, 9. Januar 2020, mit seiner mobilen Marionettenbühne das Haus am Ginsterweg besucht, um verschiedene Märchen für die Bewohnerinnen und Bewohner vorzutragen. Aus einer 200 Jahre alten Hochzeitstruhe hat er in mühevoller Handarbeit in der Tradition eines böhmischen Haus-Marionettentheaters sein eigenes mobiles Theater mit einer ca. 1,30 m breiten Bühne gebaut, die mit sämtlicher Technik ausgestattet ist. So ist das Theater gleichermaßen kompakt wie mobil. Die Truhe beherbergt sämtliche Figuren und Requisiten für die verschiedenen Inszenierungen.

Über Grenzen hinweg erfreuten in den letzten Jahrhunderten Wandermarionettenspieler ein großes Publikum. Besondern im 19. Und 20. Jahrhundert eroberten böhmische Marionetten, wie die von Gernot Hildebrand, auch private Haushalte. Die kleinen Theater standen meist als Privattheater bei privilegierten Familien. Herr Hildebrand entdeckte im Jahr 1993 bei einem Urlaub in Prag zufällig einige Puppen im Souvenirverkauf und so entstand die Idee zum Theater. Seitdem tüftelt er unablässig an seiner fahrbaren Bühne und den verschiedenen Stücken, sodass er derzeit acht unterschiedliche Inszenierungen im Repertoire hat.

Von klassischen Märchen wie „Der Fischer und seine Frau“, über „Max und Moritz“ und „Das Märchen vom falschen Prinzen“ ist sowohl für das junge Publikum, als auch  für die Älteren etwas dabei. Im Haus am Ginsterweg wurde unter anderem Rumpelstilzchen gespielt und begeisterte nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohnern, sondern auch die 15 Kinder des Kindergartens Regenbogenhaus die extra für die Vorstellung ins Haus gekommen sind.

Nach der Vorstellung ist Herr Hildebrand noch einmal durch die Reihen gegangen, sodass die Bewohner die Figuren näher sehen und sogar anfassen konnten. Da das Publikum größtenteils weiblich war, ging der König durch die Runde und erwies sich als echter Charmeur. Er flirtete, tanzte, kniete gar nieder und verteilte Handküsse. Da aber auch der König zum fahrenden Volk gehört, verabschiedete sich Gernot Hildebrand und seine Marionetten aber, bevor sich die Damen im Publikum falsche Hoffnungen machten.

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