Pflegeberuf-Gesetz: MdB Christian Haase informiert sich vor Ort

Regelung ist dringend notwendig

Austausch im Helene-Schweitzer-Zentrum: (v.l.) Johanneswerk-Regionalgeschäftsführer Udo Ellermeier, Vorstand Dr. Bodo de Vries, die Leiterin des Helene-Schweitzer Zentrums Elisabeth Klennert und MdB Christian Haase. Foto: Madita Schellenberg

Steinheim (JW). Zu einem intensiven Gedankenaustausch über die Reform der Pflegeberufe nutzten Johanneswerk-Vorstand Dr. Bodo de Vries und der Bundestagsabgeordnete Christian Haase (Kreis Höxter) ein Arbeitsfrühstück im Helene-Schweitzer-Zentrum. Dabei ging es nicht nur um die Struktur der künftigen Pflegeausbildung, sondern ganz konkret um die Auswirkungen in der Praxis.

Sozialwissenschaftler Dr. de Vries benannte deutlich den Zwiespalt, in dem die gesamte Pflege-Branche derzeit steckt. Eine Regelung der Ausbildung ist dringend notwendig, um die Arbeitsplätze in der Pflege langfristig mit qualifizierten Mitarbeitenden besetzen zu können. Anderseits geht der Anspruch, generalistisch auszubilden, also Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege inhaltlich gleichzusetzen, an der Praxis vorbei. De Vries: „Der Entwurf ist nicht zu Ende gedacht.“

Die Hinweise und verschiedene Praxis-Beispiele nahm Christian Haase gerne mit. Er sieht die Umsetzung des Pflegeberufe-Gesetzes als gemeinsame Aufgabe. „Wir wollen zunächst wissen: Kommt das Gesetz so an, wie wir es uns vorstellen?“  Mithilfe der Fachleute aus der Praxis könne die Politik dann schauen, was noch zu tun sei. Der CDU-Politiker aus dem Kreis Höxter verfolgt seit geraumer Zeit interessiert, welche modernen Altenhilfe-Konzepte das Johanneswerk allein im Raum Lippe/Höxter realisiert. „Die vielen guten Beispiele zeigen, wie innovativ Einrichtungen sein können.“

Einig waren sich Johanneswerk-Vorstand und der Gast aus der Bundespolitik, dass beim Pflegeberufe-Gesetz an einigen Stellen noch Regelungsbedarf besteht. Als durchaus hoffnungsvolle Entwicklungen der vergangenen Jahre nannte Dr. de Vries den neuen Pflegebegriff, den Ausbau des ambulanten Pflegesystems und die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen für Betreuungskräfte. Auf diesem Weg müsse es weitergehen, um gute Pflege mit qualifizierten Fachkräften gewährleisten zu können.

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