Rückblende: Vor 70 Jahren ging der Johanneswerk-Gründer mutig auf die Besatzer zu

Pastor Karl Pawlowskis Einsatz für den Frieden

Das rote Kreuz auf weißem Grund sollte die Bewohner des Bielefelder Johannesstifts vor Luftangriffen schützen. Foto: Karl Pawlowski

Im April 1945 ging in Bielefeld der Zweite Weltkrieg zu Ende. Pastor Karl Pawlowski, der Gründer des Ev. Johanneswerks, gehörte zu den wenigen Bürgern, die sich dabei aktiv für den Frieden einsetzten.

Als am 4. April 1945 die Amerikaner in die Stadt einmarschierten, fuhr er ihnen mit dem Fahrrad entgegen. Mutig ging er auf die Besatzer zu und informierte sie auf Englisch darüber, dass in der Innenstadt bereits die weiße Fahne wehe und nicht mit Widerstand zu rechnen sei.

Als Leiter des Ortsverbandes für Innere Mission war Pawlowski damals für rund zehn diakonische Einrichtungen in Bielefeld und Umgebung verantwortlich, in denen junge und alte Menschen lebten. Mehrere Heime waren bei den schweren Luftangriffen der Jahre 1944/45 beschädigt oder vollkommen zerstört worden. Vor allem die rund 600 alten Menschen, die in den Einrichtungen des Ortsverbandes wohnten, mussten immer wieder in provisorischen Ausweichquartieren untergebracht werden. Im Januar 1945 schrieb Pawlowski angesichts der fortlaufenden Angriffe auf Bielefeld: „Es ist quälend, die Gefahr zu sehen und nicht helfen zu können“.

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