SONG-Netzwerk: Zweitägiger Kongress zu Gast beim Johanneswerk

"Neu denken und mutig Neues trauen"

Die Vertreter des SONG-Kongresses

Gelungener Austausch über das gemeinsame Ziel – die Vertreter des SONG Netzwerks im Bielefelder Johannesstift: SONG-Geschäftsführer Ulrich Kuhn (v.l.), Ernst-Albrecht von Moreau (Vorstand Stiftung Pfennigparade München), Bernhard Schneider (Hauptgeschäftsführer Ev. Heimstiftung Stuttgart), Moderator und Kongress-Anleiter Christoph Athanas Berlin, Markus Sobottke (Bank für Sozialwirtschaft Köln), André Vater (Vorstandsvorsitzender Bremer Heimstiftung), Dr. Matthias Bussmann (Franziskanerbrüder Rheinland-Pfalz), SONG-Vorsitzender Alexander Künzel (Bremer Heimstiftung), Gastgeber Dr. Bodo de Vries (Ev. Johanneswerk Bielefeld), Helmut Kneppe (Kuratorium Deutsche Altershilfe, Berlin), Berthold Broll (Stiftung Liebenau Meckenbeuren) und Frank Wößner (Samariterstiftung Nürtingen). Foto: Johanneswerk/Barbara Franke

Bielefeld (JW). Die Kernaussage war kurz und prägnant: „Gemeinsam sind wir stark“. Rapper Idref lockte sein Publikum binnen kurzem aus der Reserve und schuf damit die Grundlage genau für die Botschaft, die der Vorsitzende des Netzwerks SONG als Resümee des jährlichen Fach-Kongresses formulierte. „Wir müssen immer wieder neu denken und uns mutig Neues trauen“, betonte Alexander Künzel.

Elf Organisationen aus dem gesamten Bundesgebiet gehören derzeit zum Netzwerk ‚Soziales neu gestalten‘ (kurz SONG), überwiegend soziale Träger oder sozial-engagierte Institutionen. Einmal im Jahr nehmen deren Vertreter im Rahmen eines zweitägigen Kongresses drängende gesellschaftliche Themen in den Focus und entwickeln Strategien für ein gelingendes Miteinander der Menschen mit und ohne Hilfebedarf.

Schlüsselbegriff Quartier

Schlüsselbegriff ist das Quartier, das Stadtviertel, für dessen Ausgestaltung das Johanneswerk als Gastgeber wertvolle Praxiserfahrungen beigesteuert hat. Der Pflegeinnovationspreis 2018 für das Projekt ‚GeiSt – Gemeinsam in Steinheim‘ ist ein herausragendes Beispiel für interessierte Kommunen weit über den ostwestfälischen Kreis Höxter hinaus.

SONG-Vorsitzender Alexander Künzel wies daraufhin, dass die Quartiersentwicklung eine Antwort auf den demografischen Wandel sein könne. Und Dr. Bodo de Vries, als Johanneswerk-Geschäftsführer dieses Mal in der Gastgeber-Rolle, benannte deutlich: „Wir brauchen neue Formen geteilter Verantwortung.“

Rund 140 Fachleute, überwiegend Mitarbeiter der Netzwerk-Partner, gingen in den inhaltlichen Austausch und stellten sich in Arbeitsgruppen mit wechselnder Besetzung nicht nur dem Kongress-Thema „Von der Anstalt zum Quartierszentrum“. Sie analysierten auch die Potentiale stationärer Einrichtungen für das Quartier. Am zweiten Tag ging es um Perspektiven der Netzwerk-Arbeit in den nächsten zehn Jahren  und die Anwendung von Dienstleistungen und Technik.

Mit Klischees aufräumen

Der Rapper-Auftritt war in diesem Kongress-Rahmen nicht nur unterhaltsam, sondern machte auch deutlich, mit welchen Klischees und Alltags-Hürden gerade die Mitarbeitenden in der Sozial-Branche generell und der Altenhilfe im Besonderen zu kämpfen haben. Gleichwohl sind sie es, die am nächsten an den Bedürfnissen betreuungsbedürftiger älterer Menschen dran sind. Trotzdem ließ der Künstler Ferdi Cebi alias Idref – gleichzeitig Altenpfleger und durch seine spontane Einladung von Kanzlerin Angela Merkel im vergangenen Jahr ein Prominenter der Pflegebranche – keinen Zweifel an einem erfüllenden Beruf.

Auch SONG-Vorstand Künzel sieht die Notwendigkeit, eine positive Haltung zu bewahren und dazu brauche es auch Mut. Gastgeber Dr. de Vries bilanzierte die Kongress-Ergebnisse als gute Grundlage für strategische Überlegungen für die nahe Zukunft und freute sich darüber, dass die
Teilnehmer nicht nur fachlich, sondern auch mit dem Herzen dabei gewesen seien.

Den Staffelstab für die Ausrichtung des SONG-Kongresses 2020 nahm Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der Ev. Heimstiftung in Stuttgart entgegen. Der Netzwerk-Vorstand wird bis dahin die erzielten Ergebnisse bündeln und Schritte für deren Veröffentlichung beschließen. SONG übernimmt immer wieder die Vordenker-Rolle für diese spezielle soziale Branche.

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