Langjähriger GMAV-Vorsitzender Georg Neumann geht in Ruhestand

Mitarbeiterinteressen stets im Blick

Fachmann für Tarifliches, Streiter für die Belange der Mitarbeiter: Georg Neumann, 22 Jahre Vorsitzender der Gesamt-Mitarbeitervertretung ist in Ruhestand gegangen. Foto: Christian Weische

Bielefeld (JW). Sein Mitwirken in der Mitarbeitervertretung (MAV) entsprang dem Wunsch, sich für die Belange der Kolleginnen und Kollegen einzusetzen. Dass daraus eine ungewöhnliche Berufskarriere im Ev. Johanneswerk würde, hat sich Georg Neumann (65) nicht träumen lassen. 22 Jahre als Vorsitzender verschiedener MAV-Gremien liegen nun hinter ihm. Zahlreiche Veränderungen im Ev. Johanneswerk und in den Unternehmens-Töchtern hat er hautnah miterlebt. Im Ruhestand, so freut er sich, kann er seine Hobbies aktivieren.

Mit seiner pragmatischen Sicht auf schwierige Dinge und seiner Art, abzuwägen und vermittelnd zu wirken, hat er sich Respekt bei den Verantwortlichen im Johanneswerk erworben. „Sie hinterlassen eine große Lücke“, hob Vorstandsvorsitzender Dr. Ingo Habenicht bei der Verabschiedung Neumanns hervor. Und auch die ehemaligen Kollegen machten deutlich, dass sie ihn sehr vermissen werden.

Start als Sozialarbeiter


Beim Blick auf den ersten Teil seines beruflichen Werdegangs Neumanns fällt eine stete Entwicklung auf. Nach dem Besuch der einklassigen Dorfschule in seinem Heimatort Hardehausen (Warburg) ging er zur Realschule. Die Maschinenbau-Lehre war nur ein Abstecher – Georg Neumann entschied sich für die zweijährige Ausbildung auf der Höheren Handelsschule. Und dann war er sich sicher: „Ich möchte mehr mit Menschen zu tun haben.“

An der FH Bielefeld studierte er Sozialarbeit und bekam 1978 beim Ev. Gemeindedienst (EGD), der zum Johanneswerk gehörte und heute „Diakonie für Bielefeld“ heißt, eine feste Stelle. Jugendarbeit, Jugendgerichtshilfe, Familienhilfe und Obdachlosenarbeit gehörten zu seinen Aufgaben. Und bereits als junger Sozialarbeiter kandidierte er für die Mitarbeitervertretung. „Wo ich auch hingegangen bin, habe ich mich engagiert“, sagt er selbst.

Fachmann für Tarifliches

Die Kolleginnen und Kollegen schätzten das Engagement Neumanns und entsandten ihn in die Gesamt-Mitarbeitervertretung. Dort übernahm er bald den Vorsitz, den er insgesamt 22 Jahre ununterbrochen innehatte. Im komplexen Diakonie-Tarifwerk AVR (Arbeitsvertragsrichtlinien) kennt er sich bestens aus, als Mitarbeiter-Vertreter im Verwaltungsrat befasste er sich auch mit unternehmerischen Themen. Trotz Freistellung für diese Aufgaben pflegte er einen engen Kontakt zur Mitarbeiterschaft, um seiner Divise zu folgen: „Am liebsten bin ich mittendrin.“

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