Hospizarbeit: Info-Abend für neuen Vorbereitungskurs

Ehrenamtliche sind gesuchte Begleiter

Marlies Gumz begleitet als ehrenamtliche Mitarbeiterin Menschen in der letzten Lebensphase. Foto: Johanneswerk/Sarah Jonek

Bielefeld (JW). Der Bedarf an Menschen, die Schwerkranke und Sterbende sowie deren Angehörige unterstützen und begleiten, wächst. Die Hospizarbeit im Ev. Johanneswerk startet deshalb im Frühjahr 2015 den 16. Kursus, in dem künftige ehrenamtliche Mitarbeiter für diese Aufgabe vorbereitet werden. Beim Informationsabend am Montag, 12. Januar, können Interessierte vorab mehr erfahren – über Voraussetzungen, Anforderungen und Kursinhalte.

Die Info-Veranstaltung, die in den Räumen der Hospizarbeit (Haus Daheim, Schildescher Str. 97a, nur wenige Schritte von der Stadtbahnhaltestelle Johannesstift entfernt) stattfindet und um 18 Uhr beginnt, gibt einen ersten Einblick. Anmeldung zum Info-Abend bis Montag, 5. Januar, unter Tel. 801-2660 oder 801-2662, per Post (Hospizarbeit, Schildescher Str. 101. 33611 Bielefeld) oder per E-Mail hospizarbeit@johanneswerk.de.

Der Kursus umfasst 14 Einheiten (jeweils mittwochs, 18 bis 20.30 Uhr) und endet mit einer Wochenend-Veranstaltung im Herbst 2015. Bevor der Kurs Anfang Februar startet, führen die Hospiz-Koordinatorinnen Corinna Eimkemeier und Regina Mönkemöller mit allen Interessenten ein Einzelgespräch. In dieser geschützten Gesprächssituation können weitere Fragen zu Anforderungen und zu künftigen Einsatzbereichen angesprochen werden.

Seit mittlerweile 18 Jahren engagieren sich kontinuierlich etwa 60 Ehrenamtliche in der Hospizarbeit im Ev. Johanneswerk.  Sie sind im Krankenhaus, in Einrichtungen der Altenhilfe und im häuslichen Umfeld im Einsatz. Corinna Eimkemeier: „Wir wünschen uns ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich bewusst und mit Freude der Begegnung mit Menschen am Lebensende widmen. Kritische, aber auch lebendige Momente gehören zu ihren Einsätzen dazu.“

Im Kursus geht es zunächst um die persönliche Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer. Dazu gehört auch, über die eigene Motivation nachzudenken, sich in diesem Bereich engagieren zu wollen. Im späteren Verlauf gibt es Informationen über Schmerzbehandlung, Krankheitsbilder und -verläufe,  Gesprächsführung und nonverbale Kommunikation, Trauer und Seelsorge, rechtliche Fragen und vieles mehr. Die Inhalte sind so aufbereitet, dass sie für das zukünftige Aufgabenfeld sensibilisieren und ermutigen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können auch noch im Laufe des Kursus sehen, ob sie sich der Aufgabe gewachsen fühlen.

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