22 Altenpfleger schließen ihre Ausbildung ab. Mit ihrem Abgang endet eine Ausbildungsform

Die Letzten ihrer Art

Bedanken sich bei Schulleiterin Elke Rohs: Simone Diembeck und Josefine Zwerg.

Einen „mutigen Jahrgang“ nennt Schulleiterin Elke Rohs die Absolventinnen und Absolventen der Pflegeschule Bielefeld, die am Montag ihre Zeugnisse erhielten. 22 von ihnen starten jetzt als staatlich anerkannte Altenpfleger in den Beruf – vier davon in Einrichtungen des Johanneswerks. Die Männer und Frauen gehören zu den letzten, die diese Berufsbezeichnung nach alter Ausbildungsform noch erhalten. Seit dem 1. Januar 2020 werden Pflegeschüler im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung ausgebildet. Sie garantiert denen, die sie durchlaufen, mehr Flexibilität und die Möglichkeit, eigene berufliche Schwerpunkte zu setzen. Doch für Auszubildende, die sich zum Start der neuen Ausbildung noch in einem alten Ausbildungsgang befanden, bedeutete  die Veränderung auch Unsicherheit in Hinblick auf künftige Berufschancen. 
 

Der Abschluss bleibt qualifizierend und wertvoll

„Unsere Schüler haben sich bis zum Schluss auf eine Ausbildung eingelassen, von der sie wussten, dass sie danach nicht mehr angeboten wird“, erklärt Elke Rohs. Das habe durchaus zu Irritationen geführt. Einige hätten sich gefragt, ob ihr Abschluss überhaupt noch etwas wert sei, wenn es ihn künftig nicht mehr gebe. „Er ist und bleibt ein qualifizierender, wertvoller Berufsabschluss“, betont die Schulleiterin. In unserer stetig alternden Gesellschaft werden qualifizierte Pflegekräfte mehr denn je dringend benötigt, so Rohs. Das Durchschnittsalter pflegebedürftiger Personen sei heute deutlich höher als früher. Das mache auch die Versorgung insgesamt personalintensiver. Demgegenüber stehe die Tatsache, dass bald personenstarke Jahrgänge in den Ruhestand gingen und die Bewerberanzahl für eine Pflegeausbildung abnehme. Das stelle auch für sie als Schulleiterin eine Herausforderung dar. „Unsere Kurse sind zwar immer noch voll, aber nicht alle Anwärterinnen und Anwärter schließen die Ausbildung auch ab“, erklärt die Schulleiterin. Deshalb müsse die Pflegeschule ihren Fokus verstärkt auf die Lernbegleitung legen. „Unser Ausbildungskonzept haben wir bereits dementsprechend angepasst.“ 

Zeugnisübergabe mit Andacht

Der aktuelle Jahrgang der Pflegeschule habe die auslaufende Ausbildung mit großem Erfolg abgeschlossen. Das feierten Absolventen, Lehrkräfte und Angehörige jetzt mit einer Feierstunde in der evangelisch-methodistischen Kirche „Kreuzkirche auf dem Stiftsgelände. Auf eine Andacht von Diakonin Titia Krull folgten Glückwünsche und Dankesworte der regionalen Geschäftsleiterin Kerstin Beyes, Ulrike Overkamp (Leitung Abteilung Bildung und Schulen) und Schulleiterin Elke Rohs und ihrem Team.  Im Anschluss wurden die Zeugnisse an die neuen Altenpflegerinnen und Altenpfleger überreicht. 
Mit einem Sektempfang und kleinen Imbiss konnten sich die zukünftigen examinierten Pflegefachkräfte gebührend feiern lassen und diesen nachhaltigen Meilenstein ihres Lebens genießen, bevor die nächsten Schritte ins Berufsleben folgen. 

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