Vom Studjo in die Festanstellung

Markus Bergen erkämpft sich Platz auf Erstem Arbeitsmarkt

An seinem neuen Arbeitsplatz: Markus Bergen hat es auf den Ersten Arbeitsmarkt geschafft und arbeitet als Hausmeister im AWO-Seniorenzentrum in Kierspe. Fotos: Frank Elschner

Kierspe. Ursprünglich wollte Markus Bergen in einer Autowerkstatt arbeiten. Dann aber machte der junge Mann, der nach der Förderschule eine 27-monatige berufsbildende Maßnahme im Berufsbildungsbereich des Studjo Kierspe durchlief, ein Praktikum im AWO-Seniorenzentrum in Kierspe. Das hatte zwar nichts mit Autos zu tun – wohl aber mit Reparaturen und dem Kontakt zu anderen Menschen. Eine vielseitige Arbeit, die Bergen gefiel – und in der Senioren-Einrichtung fand man Gefallen an diesem neuen Mitarbeiter, der so viel Elan und Verantwortungsbewusstsein an den Tag legte. Nach nur vier Wochen Praktikum erhielt Markus Bergen ein Angebot für die Übernahme  als Hausmeister im Rahmen eines Außenarbeitsplatzes von Studjo. Er tat einen weiteren großen Schritt – und ist seit Mai nun erstmalig auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt angekommen – als Mitarbeiter des Seniorenzentrums. 
 

Durchhaltevermögen und starker Wille

„Er hatte schon in der Schule sehr gute Bewertungen, und im Studjo haben wir ihn zudem als sehr sozial und verantwortungsvoll erlebt“, beschreibt Christine Ulbrich, Leiterin des Sozialen Dienstes im Studjo, Bergens Werdegang. Dass sich der 22-Jährige trotz einer leichten geistigen Beeinträchtigung eine Festanstellung auf dem 1. Arbeitsmarkt erkämpfen konnte, habe er aber auch seinem Durchhaltevermögen und seinem starken Willen zu verdanken. 
 

Rechten und Pflichten für beide Seiten

Für ihn, aber auch für Senioreneinrichtung der AWO sei dieser Schritt ein Abenteuer. „Für beide Seiten bedeutet die Übernahme eine Zusammenarbeit mit allen Rechten und Pflichten. Für Markus Bergen heißt das außerdem, dass er jetzt den geschützten Raum des Studjos verlässt“, so Ulbrich. Diesen Mut beweist der 22-Jährige auch außerhalb der Arbeit: Vor drei Monaten ist er erstmals von Zuhause aus- und in eine eigene Wohnung gezogen. Er versorgt sich nun selbst, geht einkaufen, kocht, putzt und organisiert sich. Um diesen Balanceakt zusammen mit seinem neuen Job auch dauerhaft zu schaffen, bleibt ihm das Johanneswerk auch künftig als Ansprechpartner erhalten.  

Führerschein folgt

An Bergens neuem Arbeitsplatz heißt es jetzt: 7.30 Uhr Arbeitsbeginn. Auf dem Programm stehen ganz unterschiedliche Aufgaben: Vom Mähen des Rasens über das Wechseln von Glühbirnen bis hin zu kleinen Reparaturen. Für letzteres hat der neue Arbeitgeber von Markus Bergen übrigens extra einen Werkstattwagen für ihn angeschafft. Und auf noch etwas darf er sich freuen: Für das Mähen des Rasens bekommt er einen eigenen Rasentraktor.  Auch dafür macht er gerade seinen Führerschein. Damit röhrende Motoren in seinem Job, aber auch in der Freizeit wieder eine Rolle spielen. 

→ Auch die lokalen Medien vor Ort haben über Markus Bergen und seinen Werdegang berichtet. Hier finden Sie den Link zum Artikel

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