Versorgung und Arbeitsplätze gesichert: Rund 120 Mitarbeitende wechseln zum Ev. Johanneswerk / Diakoniestationen behalten ihre Namen
Johanneswerk übernimmt ambulante Dienste der DfB
Der Name bleibt: Künftig werden die ambulanten Dienste der DfB unter dem Dach des Johanneswerks geführt. Für sie verantwortlich wird Henrik Nagel-Fellerhoff sein, Geschäftsleiter der Ambulanten Hilfe Nord. Hier im Bild mit Dr. Bodo de Vries, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung.
Bielefeld (JW.) Die ambulanten Pflegeangebote der Diakonie für Bielefeld (DfB) werden künftig unter dem Dach des Ev. Johanneswerk geführt. Die Gesellschafter des sozialen Dienstleisters sind übereingekommen, dass mit der Übernahme der Geschäftsfelder der Altenhilfe eine zukunftsweisende Perspektive eröffnet wird. Davon betroffen sind die Diakoniestation Ost, die Diakoniestation Nord/West sowie die Tagespflege Marienstift. Mit dem Übergang wechseln alle rund 120 Mitarbeitenden zum Johanneswerk. Für die etwa 400 Menschen, die in Bielefeld durch die DfB gepflegt und betreut werden, ist die Versorgung weiterhin gleichbleibend sichergestellt.
Versorgung sichern, Mitarbeitende stärken
„Die ambulante Pflege ist ein anspruchsvolles und wirtschaftlich herausforderndes Arbeitsfeld. Um die Angebote der Diakonie für Bielefeld langfristig halten zu können, benötigen sie eine grundlegende neue Struktur“, begründet Dr. Bodo de Vries, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung des Johanneswerks, die Übernahme. Aktuell versorgt das Johanneswerk im ambulanten Bereich rund 2.500 Menschen in ganz NRW. Mit der langjährigen Erfahrung in diesem Arbeitsfeld und den zentralen Strukturen eines großen diakonischen Trägers könne man die Dienste nun nachhaltig stärken, so de Vries. „Auch Superintendent Christian Bald sieht in der Übernahme eine wichtige Perspektive für die Zukunft der ambulanten Pflege. „Für uns ist entscheidend, dass die Pflege und Betreuung der Menschen vor Ort langfristig gesichert bleiben.“ Der Ev. Kirchenkreis Bielefeld ist, genau wie das Johanneswerk, Mitgesellschafter der DfB.
Fachliche und wirtschaftliche Herausforderungen erfordern neue Strukturen
Die ambulante Pflege steht derzeit bundesweit unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Diese Rahmenbedingungen tragen mit dazu bei, dass die langfristige Weiterführung und notwendige Weiterentwicklung der ambulanten Dienste durch die Diakonie für Bielefeld allein nicht optimal gesichert sind. Das Johanneswerk pflegt in weiteren Diakoniestationen mehrere Tausend Patienten und kann sowohl die fachliche als auch wirtschaftliche Entwicklung der Arbeit unter einem gemeinsamen Dach garantieren. Mit der Übernahme wird nun eine tragfähige Grundlage geschaffen. Die ambulanten Pflegeangebote sollen so langfristig fortgeführt, und die Versorgung der Menschen vor Ort sowie die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden gesichert werden.
Vertraute Namen bleiben erhalten
Künftig werden die übernommenen Dienste der DfB von zentralen Unterstützungsangeboten des Johanneswerks profitieren. Gleichzeitig eröffnen sich für die Mitarbeitenden zusätzliche Entwicklungs- und Einsatzmöglichkeiten innerhalb des Johanneswerks. Für die Namensgebung der ambulanten Angebote bedeutet der Wechsel indes keine Veränderung: Auch nach der Übernahme bleiben die Namen der jeweiligen Diakoniestationen erhalten.
Der Übergang der ambulanten Bereiche ins Johanneswerk ist zum 1. Januar 2027 geplant.