Diakonischer Träger blickt zurück auf 2016 und stellt sich für die Zukunft auf

Ev. Johanneswerk auf Wachstumskurs

Der Vorstandsvorsitzende Pastor Dr. Ingo Habenicht warf in seinem Jahresbericht einen Blick zurück auf das Jahr 2016.

Finanzvorstand Burkhard Bensiek erläuterte die wirtschaftliche Situation und die Herausforderungen der Zukunft.

Dr. Ingo Habenicht (links) und Dr. Bodo de Vries (rechts) diskutierten unter anderem mit Elisabeth Scharfenberg (MdB, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik von Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Eckart von Kirschhausen und Helmut Kneppe (Geschäftsführender Vorstand Kuratorium Deutsche Altershilfe) über die Wirkung des Projekts "Beziehungspflege mit Humor“. Fotos: Christian Weische

Bielefeld (JW). Das Ev. Johanneswerk blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück. „Trotz vieler Herausforderungen können wir sehr zufrieden sein“, betont der Vorstandsvorsitzende Dr. Ingo Habenicht. „Den positiven Trend der vergangenen Jahre haben wir fortgesetzt.“ Bei der traditionellen Jahrestagung des Werks bilanzierte der Vorstand das vergangene Jahr und feierte mit rund 300 Gästen den erfolgreichen Abschluss des bundesweit einzigartigen Projekts ‚Beziehungspflege mit Humor‘.

Der Projektabschluss bildete den Mittelpunkt der Tagung, zu der fast 300 Führungskräfte und Mitarbeitende des Werks aus ganz NRW nach Bielefeld angereist waren. Unter anderem der Projektförderer Dr.  Eckart von Hirschhausen diskutierte mit Gästen aus Politik und Wissenschaft über die Ergebnisse der Begleitforschung und die Nachhaltigkeit von Humorschulungen für Mitarbeitende. „Wir sind beeindruckt von der Wirkung der Schulungen“, so Dr. Bodo de Vries, stellvertretender Vorstandsvorsitzender. „Sie haben die Achtsamkeit untereinander in unseren Altenheimen messbar und spürbar verbessert. Deshalb werden wir das Thema auch fortführen.“  

Positives Jahresergebnis erwartet


Gleichzeitig gab der Vorstand einen umfassenden Überblick über wichtige Erfolge, Weichenstellungen und Zukunftspläne. „Es ist es uns gelungen, unseren Umsatz zu steigern und unser Ergebnis weiter zu verbessern“, bilanziert Finanzvorstand Burkhard Bensiek und betont, dass sämtliche Gelder in Investitionen und die Arbeit des gemeinnützigen Trägers zurückfließen. „Die Altenhilfe hat den positiven Trend aus 2015 fortgesetzt. Wir erwarten nun auch für 2016 wirtschaftlich überall ein gutes Ergebnis. Auch die Arbeitsfelder Behindertenhilfe und Kliniken sind weiterhin stabil.“ Die politischen Herausforderungen – wie etwa die Einzelzimmerquote ab dem Jahr 2018 – stellen den Träger gleichzeitig immer wieder vor Herausforderungen.

Um für die Zukunft und die gesetzlichen Anforderungen gut gerüstet zu sein, investiert das Johanneswerk kontinuierlich in seine Einrichtungen. In den kommenden Wochen öffnet der Neubau des Karl-Pawlowski-Hauses in Bielefeld-Babenhausen, und auch das Jochen-Klepper-Haus in Bielefeld-Schildesche wird umfassend umgebaut. „Darüber hinaus nehmen wir an vielen Standorten Umbaumaßnahmen vor, um die Einzelzimmerquote pünktlich zu erfüllen“, so Bensiek. Zudem stehen im Arbeitsfeld Behindertenhilfe Neubauten in Herten, Bochum und Datteln auf der Agenda.

Auf Expansionskurs ist das Johanneswerk insbesondere in der ambulanten Arbeit. „Wir möchten als Träger die gesamte Versorgungskette abbilden“, erklärt de Vries, „von der stationären Einrichtung über ambulante Pflegedienste bis hin zu Angeboten im Quartier.“ Die Neueröffnung mehrere ambulanter Dienste sowie von Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz tragen dieser Entwicklung Rechnung. Zusätzlich übernimmt das Werk zum Jahreswechsel ein Altenheim von St. Loyen im Lemgo: Das ‚Haus an der Steinmühle‘ wird dann zukünftig ‚St. Loyen Stift‘ heißen. Um dem so steigenden Bedarf an Pflegekräften gerecht zu werden, gehört seit dem Sommer 2016 außerdem das Fachseminar für Altenpflege Lippe in Blomberg zum Johanneswerk.

Konzentration auf Kernarbeitsfelder

„Das Johanneswerk wächst“, betont Habenicht. „Die Konzentration auf unsere Kernarbeitsfelder bedeutet allerdings auch, dass wir uns von einem anderen Arbeitsbereich trennen.“ Daher wechseln die traumapädagogischen Einrichtungen des Trägers – Grünau-Heidequell in Bad Salzuflen und die Jugendhilfe Bielefeld-Mitte – zum 1. Januar 2017 zur Graf Recke Stiftung mit Sitz in Düsseldorf. „Wir trennen uns damit von einem sehr spezialisierten,  erfolgreichen Arbeitsfeld und übergeben es an die Graf Recke Stiftung, die dieses Arbeitsfeld sehr viel größer betreibt als wir. Damit verbessern wir die Zukunftsaussichten der Einrichtungen.“

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