Archiv 2017

Gemeinschaftsprojekt mit Kita fördert Inklusion

"Menschsein"

Gemeinsam verbrachten die Kinder und Erwachsenen einen inklusiven und spannenden Tag. Fotos: Holger Leitsch

"Schaut mal, wer zum Frühstück kommt!" Da staunten die Kinder der städtischen Tageseinrichtung Brößweg nicht schlecht. Die vier Bewohner des Martin-Luther-Hauses, einer Wohneinrichtung für Menschen mit geistigen Behinderungen im Johanneswerk Wohnverbund Herten-Gelsenkirchen, und ihre Begleiter waren sicherlich kein alltäglicher Besuch. Das gemeinsame Frühstück war der Auftakt zum mehrtägigen Projekt "Menschsein". Die Vielfältigkeit des menschlichen Seins zu vermitteln und bei aller Unterschiedlichkeit das Gemeinsame und Verbindende zu entdecken, war Ziel des Projektes.

"Durch die Begegnung und durch gemeinsames Tun können Kinder schon früh erfahren, dass Menschen mit Handicaps zum alltäglichen Leben gehören und es eigentlich ganz normal ist, anders zu sein", so KITA-Erzieherin Nina Brinkmann. Ihre Mutter Angela Brinkmann arbeitet seit vielen Jahren im Martin-Luther-Haus als Heilerziehungshelferin. So kam der Kontakt zwischen den beiden Einrichtungen zustande. Angela Brinkmann und Kollegin Jenny Bittinger begleiteten die Heimbewohner auch während des Projekts.

Besonders viel Spaß hatten alle Beteiligten dann auch bei der gemeinsamen Schatzsuche im Gelsenkirchener Stadtteil Bismarck. Hier mussten große und kleine Teilnehmer sich gegenseitig unterstützen und nach geheimnisvollen Zeichen Ausschau halten, die sie schließlich zum verborgenen Schatz führten. Der Inhalt der Schatztruhe wurde anschließend im Martin-Luther-Haus mit viel Begeisterung an alle verteilt.

„Eine rundum gelungene Aktion, die Lust auf mehr macht“, fanden auch Bereichsleiter Oliver Beckmann und Kollegin Katarina Steinborn, die das Projekt als Vertreter des Wohnverbundes unterstützten. Zukünftige Treffen zwischen den Einrichtungen mit gemeinsamen Aktionen sind daher durchaus vorstellbar. Möglich wären zum Beispiel auch Infoveranstaltungen in der KITA, bei denen die Beratungs-stelle und der Familienunterstützende Dienst des Wohnverbundes über Hilfen für Eltern von Kindern mit Handicaps informieren.