Archiv 2016

MdB Ursula Schulte informiert sich im Käthe-Kollwitz-Haus in Bocholt

„Sozialsysteme müssen enger zusammenarbeiten“

Vera Lehmkuhl (Hausleiterin Käthe-Kollwitz-Haus), Dr. Bodo de Vries (stellv. Vostandsvorsitzender Ev. Johanneswerk), Ursula Schulte (MdB) und Kerstin Erkens (Stadtverordnete Bocholt). Foto: Büro Schulte

Die deutsche Gesellschaft altert. Der demografische Wandel führt auch im Westmünsterland zu einer Veränderung der Pflegelandschaft. Einen persönlichen Eindruck davon verschaffte sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte zusammen mit ihrer Parteikollegin Kerstin Erkens im Käthe-Kollwitz-Haus in Bocholt.

Dort wurde sie von der Hausleiterin Vera Lehmkuhl und dem stellvertretenden Vorsitzenden des evangelischen Johanneswerkes Dr. Bodo de Vries empfangen. Das Johanneswerk unterhält neben dem Käthe-Kollwitz-Haus und dem Bültenhaus in Suderwick noch 70 weitere Einrichtungen in NRW mit rund 6.500 Mitarbeitern in den Bereichen Pflege, Behindertenhilfe, Kliniken und Pädagogik.

Bei einem Gespräch mit dem Heimbewohnerbeirat nahmen sich die beiden SPD-Frauen Zeit, um die Fragen der Bewohner zu beantworten. Neben dem Betreuungsschlüssel und dem Wegfall des Zivildiensts, kam insbesondere der Zuwachs männlicher Bewohner zur Sprache. Im Johanneswerk steigt der Anteil an Männern im stationären Bereich jährlich zwischen 1,0 % und 1,5 %. Darauf reagiert der diakonische Träger mit einem erweiterten Angebot: Im Käthe-Kollwitz- Haus wurde eine Werkstattgruppe eingerichtet. Auch andere Angebote erfreuen sich großer Beliebtheit. Das aktuelle Projekt „Beziehungspflege mit Humor“ in Kooperation mit der Stiftung Humor Hilft Heilen von Dr. Eckart von Hirschhausen kommt bei den Bewohnern sehr gut an.

In der Diskussion über die Rolle des Johanneswerks als Arbeitgeber wurde auch über die geplante Einführung der generalistischen Pflegeausbildung debattiert. Das Johanneswerk verfügt bereits über Erfahrung in der Zusammenarbeit von niederländischen und deutschen Altenpflegekräften.

„Ich nehme ihre Erfahrungen und den Wunsch nach lokalen und kommunalen Lösungen mit nach Berlin. Das betrifft die Pflege zuhause, die ambulante und stationäre Pflege sowie die betreuten Wohnprojekte. Die Sozialsysteme müssen enger zusammenarbeiten, um Doppelstrukturen zu vermeiden“, so Ursula Schulte zum Abschluss des Gesprächs.

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