Archiv 2016

Soziale Jungs: Johanneswerk bietet Sozialpraktika für Flüchtlinge

Orientieren in einem fremden Land

Die Teilnehmer und ihre Unterstützer (v.l.) Martina Bögeholz, Philipp Mesterschmidt, Liton Molla; Projekt-Leiterin Anja Zimmermann, Christian Barzen, Susanne Bartenbach, Ahmad Mohammade, Tessa Schulenkorf, Nora Menebröcker, Ali Salih, Haileslase Seare, Manuchehr Saidov und Sevgi Toprak. Foto: Christian Weische

Bielefeld (JW). Sprache trainieren, Menschen begegnen, sich im ungewohnten Umfeld bewegen – das Projekt ‚Soziale Jungs Bielefeld‘ (SoJuBi) eröffnet jungen Flüchtlingen neue Möglichkeiten, sich im fremden Land zu orientieren. Fünf junge Männer nutzen die Chance und arbeiten derzeit mit in den Begegnungszentren Pellahöhe und Kreuzstraße, im Lutherstift und im Dorothee-Sölle-Haus. Die Einrichtungen gehören zum Johanneswerk und der Diakonie für Bielefeld.

Ein Zertifikat wird ihnen Teilnahme und die Qualifikation bescheinigen: Sie sind ‚Soziale Jungs‘.  Anja Zimmermann, im Johanneswerk Expertin für Europa und Migration und Koordinatorin des Projektes, hatte beim ersten Durchlauf des SoJuBi-Projektes im vergangenen Jahr nur positive Rückmeldungen erhalten. Deshalb gibt es dieses Jahr auch wieder eine Praktikumsphase für interessierte junge Flüchtlinge.

Sie kommen aus Eritrea, Tadschikistan, Afghanistan und Bangladesch und lassen sich nun offen auf ganz neue Begegnungen ein – zum großen Teil mit älteren Menschen. Die Einrichtungen der Altenhilfe haben sich auf die jungen ‚Mitarbeiter‘ eingestellt und schaffen im Alltag immer wieder Momente der Kommunikation, in denen auch Alltagssprache gelernt und trainiert wird. Bewohner von Alteneinrichtungen und Besucher der Begegnungszentren sind häufig interessiert, etwas über die Herkunftsländer zu erfahren. So lernt man miteinander und voneinander – und hat obendrein viel Spaß dabei.