Bochum (JW). Das Bochumer Berufskolleg für Heilerziehungspflege ist umgezogen. Die Fachschule des Ev. Johanneswerks, die die Studierenden auf die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen vorbereitet, hat in den letzten Jahren ihr Bildungsangebot erweitert und das Lehrerteam aufgestockt. Jetzt wurden auch größere Räumlichkeiten notwendig. Das Berufskolleg nutzt nun gemeinsam mit den Altenbochumer Werkstätten für Menschen mit Behinderungen ein ehemaliges, renoviertes Opel-Gebäude an der Dannenbaumstraße 63 in Bochum-Laer.
Das Ev. Johanneswerk gehört zu den größten Trägern der Behindertenarbeit in Nordrhein-Westfalen. Der diakonische Träger unterhält im Ruhrgebiet und im Märkischen Kreis elf Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. In den Werkstätten, Heil- und Pflegeheimen sowie Wohnheimen werden insgesamt 1.600 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen gefördert und betreut.
Das einzige Berufskolleg für Heilerziehungspflege in Bochum bildet seit über 25 Jahren aus. Angeboten werden staatlich anerkannte Ausbildungen zum Heilerziehungspfleger und Heilerziehungshelfer sowie die Fortbildung zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung in Werkstätten für behinderte Menschen im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Dies sind Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitswesen, die pädagogische und pflegerische Kompetenzen integrieren.
Der Stundenplan umfasst das gesamte Spektrum der Behindertenarbeit im Hinblick auf ambulante und stationäre Wohnformen, die Betreuung und Assistenz von Menschen sämtlicher Altersstufen unter Berücksichtigung aller Arten von Behinderungen. 90 Schüler werden in drei Jahrgängen zu staatlich geprüften und anerkannten Heilerziehungspflegern ausgebildet, 45 Schüler an der Berufsfachschule für Heilerziehungshilfe in zwei Jahrgängen zu staatlich geprüften Heilerziehungshelfern.
Für die Ausbildung stehen vier Klassenräume zur Verfügung, eine Aula, welche regelmäßig zur Präsentation von Projekten der Studierenden genutzt wird, eine Küche mit vier vollständig ausgestatteten Arbeitsbereichen, ein EDV-Raum mit 30 komplett neu eingerichteten Arbeitsplätzen, ein großer Werkraum, ein großer und mehrere kleine Gruppenarbeitsräume und eine umfangreiche Fachbibliothek.
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JW)