Gütersloh (JW 29.01.2010). Erinnerungen an vergangene Ausdrucksweisen, Malen und Zeichnen: So erlebt der Paderborner Künstler Michael Jochinke den bildnerischen Umgang mit dem Material Wachs auf Tafeln. Seine Werke sind noch bis zum 30. April im Eingangsbereich der Johanneswerk-Alteneinrichtung Katharina-Luther-Haus in Gütersloh zu sehen.
Jochinke nennt die Tafeln einen vorläufigen Versammlungsort des Vergangenen. Es entstehen strukturreiche, abstrakte Werke, die der Künstler impulsiv und unter zu Hilfenahme von weiteren Materialien herstellt. Buchseiten, Holz-Fundstücke und Zeichen werden in die Tafeln eingearbeitet, übergossen, gekratzt, Wachsschichten werden übereinander gelegt oder mit Glas vereinigt. Mit der Zeit entstandene Risse und Verformungen beschreiben – trotz der synthetischen Variante des Materials – eine geheimnisvolle Lebendigkeit der Bilder.
Bei der Ausstellungseröffnung beschrieb Hausleiter Markus Bartsch-Mertens noch einmal das Ausstellungs-Konzept des Katharina-Luther-Hauses: Den pflegedürftigen Bewohnern und der Gütersloher Öffentlichkeit soll im Rahmen von barrierefreier Teilhabe der Zugang zur Kunst ermöglicht werden. Künstler aus Ostwestfalen bilden in einem gemeinwesentlichen Sinn den Schwerpunkt dieser jährlichen Ausstellungen.
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JW)