Bielefeld (JW 03.02.2010). Ein kleiner Stern, ein rotes Herz oder ein riesiger Drache: „Für die Bewohner unserer Einrichtung gehören Tattoos einfach zum Leben“, sagt Eckhard Tarner, pädagogischer Leiter des Hauses Nordpark. Die soziale Rehabilitationseinrichtung des Ev. Johanneswerks bietet Männern und Frauen in Bielefeld nach der Entlassung aus dem Gefängnis voll- und teilstationäre Angebote.
Jetzt sucht das Haus Nordpark Künstler, die sich mit dem Körperkult unter dem Aspekt Straffälligkeit und Freiheit auseinandersetzen. Aus den Werken soll dann eine Ausstellung konzipiert werden. Die Künstler erhalten vom Haus Nordpark eine Rolle spezielles Zeichenpapier sowie eine Projektskizze. Im Moment stapeln sich daher im Haus Nordpark 100 Paketrollen. Der Versand hat begonnen und bis Ende Mai können die Arbeiten zurückgesendet werden. Auf einem Quadratmeter Papier haben die kreativen Köpfe Platz für Fotokollagen, Grafiken, Malereien oder Skizzen. „Wir schicken die Rollen in die ganze Welt. Mal schauen, was uns die Welt zurückschickt“, sagt Brita Grabenmeier vom Haus Nordpark.
Die farbigen Körperzierden sind mehr als ein modisches Accessoire. Sie sind unter die Haut gestochene Kunstwerke. Sie drücken Gefühle, Mahnungen und Beziehungen aus. Tattoos haben besonders bei Inhaftierten die Funktion von körperlicher Kommunikation. Tattoos zeigen, wer man ist oder wie lange man gesessen hat, sie erzählen manchmal sogar ganze Lebensgeschichten.
Für weitere Informationen und Anmeldung mailen Sie bitte Ihre Kontaktdaten per E-Mail an: brita.grabenmeier@johanneswerk.de. Anrufen können Sie im Haus Nordpark unter Tel.: 0521/603-71
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JOHANNESWERK)